Zusatzbehandlungen

Mit High-Tech gegen den Bandscheibenvorfall

- Periradikuläre Therapie (PRT) unter Einsatz bildgebender Verfahren

Zumeist zwischen dem 30ten und 50ten Lebensjahr schlägt der stechende Schmerz von der Wirbelsäule in den Arm oder in das Bein ausstrahlend zu. Manchmal begleitet von Taubheit und Kribbeln in bestimmten Anteilen des Beines oder des Armes, auch kann die Kraft gemindert sein.
Dann wird der Gang zum Orthopäden unumgänglich, denn die Schmerzen, meist beim Sitzen, sind unerträglich. Lachen und Husten werden zur Qual.
Der Orthopäde wird Sie zunächst untersuchen, einschließlich einer Röntgenuntersuchung der betroffenen Wirbelsäule, und mit Spritzen, Medikamenten und eventuell einer Verordnung von physikalischen Maßnahmen behandeln.
Reichen diese Maßnahmen nicht aus oder ist der Befund bei der Erstuntersuchung schon so schwer, wird er weitere diagnostische Maßnahmen einleiten, z. B. ein Computertomogramm oder eine Kernspintomographie. Hier kann dann die Ursache , das Ausmaß der Nerveneinklemmung gesehen werden und eventuell neue therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden.

Ein sehr wirksames nicht operatives Behandlungsverfahren ist die PRT. Hierbei wird unter örtlicher Betäubung direkt an den betroffenen eingeklemmten Nerv ein Medikamentencoktail gespritzt.

präoperative Planung:

Nachdem die entsprechende Schnittebene durch das Computertomogramm festgelegt wurde, werden der Abstand der Einstichstelle der Nadel, sowie der entsprechende Einstichwinkel und die Entfernung zur Nervenwurzel millimetergenau festgelegt.

 

Das Einbringen der Interventionsnadel erfolgt unter gleichzeitiger computertomographischer Lagekontrolle. Durch diese Art des Vorgehens erreicht man eine auf den Millimeter genaue Zielsicherheit, ein sehr hohes Maß an Sicherheit, da die Nerven und Gefäße nicht verletzt werden.
Durch die zielgenaue Behandlung kann mit nur geringen Medikamentenkonzenrationen gearbeitet werden.
  Während der Behandlung:

Die tatsächlich Lage der Nadel, wird laufend am Kontrollbild im Computertomogramm überprüft.

An der betroffenen eingeklemmten und angeschwollene Nervenwurzel führt der eingebrachte Medikamentencoktail schnell und effektiv zu einem Rückgang der Entzündungs- und Einklemmungsphänome mit einer deutlichen Verringerung des Schmerzbildes im Rücken und Arm bzw. Bein.
 

Nach zwei bis vier Behandlungen - idealerweise im Abstand von einer Woche - sind die Beschwerden zumeist verschwunden.


Zum Vergleich:

Die tatsächlichen Größenverhältnisse, im Vergleich zu einer handelsüblichen Mignon Batterie.

   
   

Zu empfehlen bei:

  • Bandscheibenvorfall

  • Nervenwurzeleinengungen mit Ödem ( Schwellung )

  • Arthrose der kleinen Wirbelgelenke mit entsprechender Schmerzsymptomatik
    ( Durchführung einer Facettendenervation )
   
 
Die PRT ist, wenn sie mit einem Medikamentencoktail aus Kortisonlösung und einem besonderen Lokalanästetikum durchgeführt wird, keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.
Manche gesetzlichen Krankenkassen übernehmen trotzdem die Kosten auf Antrag des Patienten.

Die Kosten betragen für die Leistung des durchführenden Orthopäden zwischen 100,- und 150,- € ( Anfahrt, Planung, Durchführung ).
Für die Bereitstellung des CT, der Medikamente, Überwachungskosten ) erfolgt eine gesonderte Berechnung des Radiologen ( in der Regel zwischen 60,- und 90,- € ). Die Rechnungstellung erfolgt nach GoÄ.
In einzelnen Fällen kann bei einigen gesetzlichen Krankenkassen eine Kostenerstattung beantragt werden.